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HELUZ-Wintermörtel und Kleber verlängern die Bausaison

07.11.2019

Lufttemperatur darf während der Verarbeitung und Erstarrung des Wintermörtels nicht unter -5°C sinken.

Die ersten Fröste sind schon da, trotzdem muss die Bausaison noch nicht unbedingt enden. Man kann sie durch den Einsatz eines Wintermörtels HELUZ verlängern, der zur Mauerung von Ziegelblöcken bei den Temperaturen zwischen -5°C und +15°C bestimmt ist. Ebenso auch ist für die kalten Tage auch der Systemkleber HELUZ geeignet, bei dem es zur Feuchteübertragung aus dem Bindemittel in die Ziegel nicht kommt, denn im Gegensatz zum klassischen Kalkzementmörtel  ist in dem Bindemittel kein Wasser anwesend.

Die Ziegelmauerung auf den Zementmörtel soll bei der Temperatur von +5°C und höher durchgeführt werden und im Gegensatz dazu bei dem Frost niedriger als -5°C ist dieser Prozess verboten. Was kann man jedoch in einem mäßig kalten Wetter machen, wann man die durchschnittlichen Temperaturen zwischen Null und +5°C erwarten kann? Zur Mauerung in der Winterzeit (d.h. in der Regel zwischen 1. November und 31. März) bietet die Gesellschaft HELUZ sog. Wintermörtel an - es handelt sich um die Wintervarianten von allen Mörtelmischungen  von HELUZ, d.h. um dünnschichtigen vollflächigen Mörtel Typ SBC, dünnschichtigen Mörtel Typ SB, ferner Anlegemörtel, Mörtel TREND sowie klassischen Mauerungsmörtel M5. Die Säcke mit dem Mörtel mit einer Winteraufbereitung werden in derselben Verpackung wie der laufende Mörtel geliefert, nur auf der Seite haben sie durch einen Nadeldruck neben dem Herstellungsdatum noch eine Zeile mit dem Text „Wintermörtel bis -5 °C“ aufgedruckt.

Die weitere Einsatzmöglichkeit im Winter besteht in der Nutzung der Mauerung auf den Systemkleber HELUZ, bei dem es zur Feuchteübertragung aus dem Bindemittel in die Ziegel nicht kommt, denn im Gegensatz zum Kalkzementmörtel enthält der Kleber kein Wasser. Das auf den PUR-Kleber gemauerte Mauerwerk erreicht niedrigere Mauerwerkfestigkeiten, deshalb kann man ohne eine Beratung mit dem Projektanten den dünnschichtigen Mörtel gegen einen Kleber nicht ersetzen.

In einem geschlossenen Bau kann man im Innenraum fortsetzen

„Falls es auf dem Bau nur ein bisschen möglich ist, empfehlen wir, mit den Mauerarbeiten, wie Mauerung von Außenwänden, Außenputz oder Deckenbetonierung, bis zum Frühling zu warten. Man kann auf solchen Bauten arbeiten, die temperiert werden,“ empfiehlt Ing. Zuzana Hejlová, autorisierter Statiker der Gesellschaft HELUZ. „Falls der jeweilige Bau für den Winter bereits „geschlossen“ ist, das bedeutet, wenn die Außenwände gemauert sind, die Decke fertig ist und die Bauöffnungen abgedeckt sind, sinkt die Temperatur innerhalb des Objektes in der Regel nicht unter +8°C und man kann also mit den Bauarbeiten im Innenraum des Objektes fortsetzen. Von den Mauerarbeiten kann man z.B. die Mauerung von Trennwänden, innerem Putz usw. durchführen,“ fügt Ing. Zuzana Hejlová hinzu.

Bei der Mauerung in der Winterzeit sind folgende Grundsätze zu beachten:

  • Das Material muss vor unerwünschten Witterungseinflüssen geschützt werden. Die geöffneten Ziegelpaletten, einzelne Kaminprodukte und Säcke mit Mörtel müssen bei der Temperatur mehr als -5 °C trocken gelagert werden, d.h. in den gedeckten Lagerräumen. Der HELUZ Kleber muss mindestens in einer temperierten Bauzelle gelagert werden, denn die Temperatur der Dose mit dem Kleber muss über +10°C sein (jedoch zugleich niedriger als +30°C).

  • Bei der Mauerung dürfen auf den Ziegeln keine Frost- oder Schneerückstände haften bleiben sowie diese dürfen nicht angestaubt oder anderswie verschmutzt werden. Sämtliches Mauermaterial muss trocken sein und bei der Mauerung dürfen die Ziegel nicht nass gemacht werden (man empfiehlt, die Ziegel ab Temperatur +10° zu nässen).

  • Die Lufttemperatur während der Verarbeitung und Erstarrung des Mörtels darf nicht unter  -5°C sinken.  Falls ein Wintermörtel bei einer Temperatur von mehr als 0°C verarbeitet wird, ist es nicht notwendig, das Mischwasser vorzuwärmen, bei der Mauerung unter dem Gefrierpunkt (d.h. von 0°C bis -5°C) muss zur Vorbereitung eines Wintermörtels  auch das jeweilige Mischwasser auf ca. 30°C vorgewärmt werden. Bei einem Wintermörtel gilt zugleich eine Begrenzung, dass man sie bis zur Temperatur von +15°C verarbeiten kann (mit sog. Wintermörtel kann man wieder nicht im Sommer mauern).

  • Das frisch gemauerte Mauerwerk muss vor den Witterungseinflüssen (Regen, Schnee usw.) durch eine wasserdichte Folie geschützt werden und die Temperatur darf nicht im Laufe von 14 Tagen nach der Mauerung unter -5°C sinken. Falls unter die Schutzfolie ohne Fugen um die ganze Wand herum ein Polystyrol in einer Mindeststärke von 5 cm installiert wird, kann die Temperatur kurzfristig bis zu -10°C sinken.  Daraus ergibt es sich, dass bei den erwarteten Temperaturen niedriger als -5°C das Mauerwerk auf einen Zementmörtel nicht gemauert werden soll und man auf eine bessere Wettervorhersage warten soll.
  • Die Zeit mit den Temperaturen unter +5°C wird nicht in eine notwendige technologische Pause vor der statischen Belastung des Mauerwerkes oder vor dem Anwerfen eingerechnet (also um diese Zeit muss man die jeweilige technologische Pause verlängern). 

  • Falls der jeweilige Bau für den Winter bereits „geschlossen“ ist, das bedeutet, wenn die Außenwände gemauert sind, die Decke fertig ist und die Bauöffnungen abgedeckt sind, sinkt die Temperatur innerhalb des Objektes in der Regel nicht unter +8°C und man kann also mit den Bauarbeiten im Innenraum des Objektes fortsetzen. Von den Mauerarbeiten kann man z.B. die Mauerung von Trennwänden, innerem Putz usw. durchführen.

  • Eventuelle Unterschätzung von Wintertemperaturen kann zu den zusätzlichen Mehrkosten führen. Bei der Arbeit im Winter geht die Arbeit nicht nur langsamer, sondern es ist auch schwieriger, die Qualität von Bauleistungen einzuhalten und dies hat auch eine Auswirkung auf die finale Größe der Verformungen von Konstruktionen durch den Einfluss der Volumenänderungen (wie es bei Schrumpfung, Dehnbarkeit, Nachformung der Fall ist). Für die Größe von Verformungen infolge einer Temperaturänderung ist insbesondere die Anfangstemperatur bei der eigenen Durchführung des jeweiligen Mauerwerkes oder der Decke maßgebend. Je niedriger die Temperatur bei der Realisation ist, desto mehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Rissen, es sei dann im Putz oder in der eigenen tragenden Konstruktion.

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